Krippenausstellungen in NußdorfIm Jahre 2003 war die Idee entstanden, gemeinsam mit dem Adventmarkt auch Weihnachtskrippen auszustellen. Die Krippen der Familie Scholda wurden im Keller des Pfarrhauses aufgestellt. Die Nußdorfer zeigten ein überraschend großes Interesse, so dass für das darauffolgende Jahr auch eine Ausstellung geplant wurde. Viele Nußdorfer hatten im Vorjahr bereits von ihren eigenen Krippen erzählt. Diese haben zu Weihnachten gewissermaßen ein Band zwischen den Familienmitgliedern geflochten. Sie erinnern an den Advent, an gemeinsames Basteln mit den Eltern und an die Zeit, da neben dem geschmückten Tannenbaum und den Geschenken die Krippen gedanklich zur Geburt Christi führen. Auch sind häufig einzelne Figuren mit geliebten Menschen verbunden, die nicht mehr mitfeiern können. Daher besitzen die Krippen einen hohen ideellen Wert. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb waren viele Nußdorfer bereit, ihre Lieblingskrippen auszustellen. Im darauf folgenden Jahr zeugte eine wunderschöne Krippe aus Blech von der hohen Kunst, mit der Krippen hergestellt werden und wurden. Die Figuren waren bis zu 70 cm groß und begeisterten die Besucher. Nicht weit davon entfernt stand jedoch eine Krippe, deren Geschichte besonders berührend war. Es gehörte einem älteren Ehepaar, das leider bereits verstorben ist. Der Mann erzählte, dass sie in den ersten Jahren ihrer Ehe kein Geld für eine käufliche Krippe gehabt hatten. Aber Weihnachten ohne das Jesuskind in der Krippe war für beide nicht vorstellbar. Daher begannen sie aus Wachs, Watte und Stoffresten ihre erste Krippe zu gestalten - ein Beweis ihrer Liebe zueinander. Auch in den folgenden Jahren wurden immer andere Krippen ausgestellt. Da gab es auch solche aus Playmobil-Bausteinen, daneben aus Holz handgeschnitzte alte Figuren und Gebäude, aber auch solche jüngeren Datums. In einem Advent wurden großteils nur Papierkrippen ausgestellt: von wunderschönen 3-dimensionalen Kunstwerken bis zu einfachen Postkarten. Ein andermal konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Besucher auf Kastenkrippen in Rucksäcken ("Buckl-kraxen Krippen"), die einst von Priestern von Haus zu Haus getragen wurden, um den Leuten die Weihnachtsgeschichte be-greifbar zu machen. |
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