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Die altkirchliche Überlieferung nennt als Verfasser des dritten
Evangeliums und der Apostelgeschichte "Lukas, den geliebten Arzt",
der Heidenchrist war und mit Paulus in Verbindung stand. Lukas blickt
auf den Untergang Jerusalems (70 n.Chr.) zurück und erwartet die
Wiederkunft Christi nicht mehr als unmittelbar bevorstehend. Die Abfassung
des Evangeliums fällt wohl in die Jahre 80 - 90. |
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Im Evangelium weist sich Lukas an vielen Stellen als Arzt aus. Ihn interessiert die Heiltätigkeit des Herrn; sie ist ihm Ausdruck der unendlichen Nächstenliebe des Gottessohnes. Lukas wurde für würdig erachtet, das Evangelium Mariens zu schreiben. Er hat uns mit Worten ein zauberhaftes Bild der Madonna gemalt. Darum hat ihn das Mittelalter den "Kaplan der Gottesmutter" genannt und die Legende entstehen lassen, er sei Maler gewesen und habe Maria auch mit dem Pinsel verewigt. Darstellung: Wenn die Künstler Lukas als Evangelisten darstellen,
geben sie ihm ein Buch und als Symbol des Opfers den Stier bei. Auch als
Marienmaler ist Lukas ein beliebtes Sujet gewesen. |
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| (kurz aus: Das Neue Testament, Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart. - Die Heiligen, Geschichte und Legende, Erna und Hans Melchers, Gevar AG, Glarus) | |